Katja Strunz. Future Collapses, Past Rises

Der Neue Berliner Kunstverein (n.b.k.) präsentiert mit Future Collapes, Past Rises eine neue Ausstellung von Katja Strunz, die zahlreiche Ansätze und Techniken der Künstlerin vereint. Gezeigt werden Skulpturen aus lackiertem Stahl, die auf Prinzipien des Einfaltens und -fallens verweisen, sowie origamiartige Collagen, die auf hochauflösenden Satellitenbildern einer sich durch den Einfluss des Menschen verändernden Erdoberfläche basieren. Beide Werkgruppen zeugen von einer Balance zwischen Werden und Vergehen und betonen mit der Vielzahl der Perspektiven, die der künstlerische Prozess des gezielten Faltens des Materials hervorbringt, die Potentialität eines ständigen Wandels. Die ausgewählten Arbeiten werden ergänzt um gefundene Objekte sowie neue zeitgeschichtliche Bezüge. Der n.b.k. Showroom wird zum Ort sich stets neu in Beziehung setzender Vergangenheiten und einer brüchig bleibenden Zukunft.


In ihrer Werkreihe In Formation (2025) arbeitet die Künstlerin dabei erstmals mit Satellitenbildern des von NASA-Wissenschaftlern gegründeten Analyseunternehmens Planet Labs PBC, die die Erdoberfläche mit einer Datenerfassungsrate von über 30 Terabyte pro Tag kontinuierlich dokumentieren. Eine Auswahl der so entstandenen Fotografien wird von Strunz gefaltet und miteinander collagiert. In immer neuen Konstellationen definiert sie die Grenzen der abgebildeten Landschaften neu und lässt sie in ebenso kristallinen wie körperlichen Strukturen aufeinandertreffen. Begleitet werden sie in der Ausstellung im n.b.k. durch zahlreiche weitere Collagearbeiten mit handgeschöpftem und handgefärbtem Papier, den so genannten Pulp Paintings, die die Bandbreite von Strunz’ Arbeit mit dem Medium Papiercollage verdeutlichen.


Als Kontrapunkte sind den Wandarbeiten Metallskulpturen zur Seite gestellt, die ebenfalls auf dem Prinzip der Faltung basieren und mit der Vielzahl ihrer möglichen Betrachtungswinkel zusätzlich die Zeitlichkeit jeder Raumerfahrung betonen. Zentral für die Dynamik, die in den Werken von Katja Strunz zum Ausdruck kommt, ist eine Sequenzialität ohne feste Reihenfolge: Das Einfalten, Umfalten und Neufalten, das die Arbeiten verkörpern, steht für eine non-lineare Zeitordnung, die immer neue Verbindungen hervorbringt. Kontinuitäten werden durch Momente der Kompression, der Fragmentierung oder des Stürzens ausgesetzt, die Idee einer final zu erreichenden Idealform in Frage gestellt und durch ein ständiges Ein-, Um- und Aufbrechen ersetzt.

Veranstaltungsort
Neuer Berliner Kunstverein
Chausseestrasse 128 / 129
DE-10115 Berlin
Veranstalter
Neuer Berliner Kunstverein
Wann?
17.03.2026-02.05.2026

Aktuelle Ausstellungen

März 2026 « »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31          

erweiterte Suche
Land auswählen:
Schweiz
Deutschland
Österreich
Liechtenstein

Copyright © 2007-2026 ARTplattform | AGB | Impressum | Datenschutzerklärung
Webdesign Actra AG

Land auswählen:
Schweiz
Deutschland
Österreich
Liechtenstein
facebook